Die Vereinbarungen

Die geschmacklichen Eigenschaften von Lebensmitteln und Getränken beeinflussen sich gegenseitig und verändern dabei mitunter die Wahrnehmung von Geschmack und Aroma erheblich.

Wenn man beispielsweise einen Wein zu einem süßen Dessert trinkt, kann er säuerlicher wirken, als er tatsächlich ist. Umgekehrt kann derselbe Wein zu einem Gericht mit säurebetontem Geschmack – wie einem Salat mit Essigdressing – milder oder sogar unausgewogen wirken. Dabei handelt es sich jedoch um genau denselben Wein.

Im Rahmen einer Kombination aus Zigarre und Getränk – oder Zigarre und Speisen – lautet die entscheidende Frage daher: Wie wirken die Eigenschaften der Zigarre mit denen des Genusses zusammen?

Eine gelungene Kombination beruht nicht nur auf Komplementarität. Sie kann auch mit Kontrasten oder Ausgewogenheit spielen. Das Ziel bleibt jedoch dasselbe: eine Harmonie im Mund zu schaffen, bei der kein Element das andere übermäßig dominiert.

Von einer gelungenen Kombination spricht man erst dann, wenn der Genuss an Länge, Komplexität und Freude gewinnt und das Ganze ein stimmiges Erlebnis bildet, bei dem jedes Element das andere zur Geltung bringt.