Arturo Fuente Anejo Tres Ocho 888 Xtra Viejo
Was soll man sagen… diese Zigarre ist der Inbegriff von Eleganz.
Optisch macht er eine gute Figur. Ein Connecticut-Maduro-Deckblatt, das fünf Jahre lang in Cognacfässern gereift ist, gekrönt von einem klassischen rot-goldenen Ring, flankiert von einem schlichten „Añejo“. Sein Körper, umhüllt von einem feinen Zedernblatt, wartet nur darauf, entdeckt zu werden.
Unangesteckt taucht man sofort in holzige Noten, Kakao und erdige Aromen ein. Wenn man lange genug wartet, bevor man ihn anzündet, lässt sich sogar eine leichte Süße wahrnehmen.
Man betrachtet es noch einmal von allen Seiten … und dann ist es um uns geschehen.
4
Dominikanische Republik
Dominikanische Republik
16.4
43
50 Minuten
Churchill
Holzig, Würzig, Erdig

Die ersten Züge fesseln uns an den Stuhl. Kraftvoll, pfeffrig, getragen von ausgeprägten Holznoten. Die Maduro-Deckblatt rundet das Gesamtbild jedoch mit einer gewissen Sanftheit ab. Man kann sich diese Zigarre perfekt zu einem eher runden braunen Alkohol vorstellen … oder warum nicht zu einem Black Russian. Kaffee passt natürlich hervorragend zu dieser Kraft und der erdigen Note.
Das erste Drittel begeistert mit einem vollmundigen, dichten und sehr würzigen Rauch. Die anfängliche Kraft lässt leicht nach. Die Zigarre bleibt ausgeprägt, wirkt jedoch weniger ungestüm, sondern eher ausgeglichen.
Sobald er sich entfaltet hat, gewinnt er noch an Tiefe. Leder und Kaffee ergänzen sich in einer dunkleren, umhüllenderen Dimension.
Was die Verarbeitung angeht, haben die Meister von Arturo Fuente ganze Arbeit geleistet. Der Zug ist vorbildlich, der Abbrand gleichmäßig. Der Rauch ist reichlich, was bei einem relativ schlanken Format besonders angenehm ist – ein Markenzeichen, das man oft bei Fuente findet, das für seine Beständigkeit bekannt ist.
Das letzte Drittel kehrt zu typisch dominikanischen Noten zurück: Erde, Nüsse, mit einer schönen Rundheit. Die Stärke lässt leicht nach und erreicht ein gutes mittleres Niveau, auch wenn sich gegen Ende der Verkostung eine gewisse Nikotinbelastung bemerkbar macht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese 8-8-8 Añejo eine Zigarre der Kontraste ist: ein markanter, fast schon brutaler Auftakt, gefolgt von einer kontrollierten, eleganten und tiefgründigen Entwicklung. Eine Zigarre, die Respekt einflößt, ohne jemals in Effekthascherei zu verfallen.

Die Zigarren-Anekdote
Die Añejo-Linie entstand fast zufällig, als Carlos Fuente Jr. Connecticut-Broadleaf-Tabakblätter, die in Cognacfässern gelagert worden waren, für eine experimentelle Mischung verwendete.