Tatuaje Black Label Petit Robusto
Nüchtern und effektiv besticht der Tatuaje Black Label Petit Robusto durch sein unauffälliges Erscheinungsbild. Seine kurze Größe von 4 x 50 ist mit einer gut gespannten, ölig schimmernden Umhüllung versehen, durchzogen von feinen, wahrnehmbaren Adern ohne Übermaß. Ein einfacher, schmaler Ring am Kopf verleiht ihm ein strenges und minimalistisches Aussehen, das perfekt mit seiner Identität harmoniert. Das Design, schlicht und ohne Schnörkel, gibt bereits den Ton an: ein Zigarren, das mehr auf Substanz als auf Prunk setzt.

Verkostungsnotiz
Im Rohzustand ist der Zug leicht, fast zu leicht. Die in der Nase wahrgenommenen Aromen erinnern an Holz und einen Hauch von Weihrauch, Vorboten eines vielversprechenden Erlebnisses. Beim Anzünden startet er mit Vollgas: eine wahre Welle von Gewürzen überflutet den Mund. Der Zug, zunächst als zu locker empfunden, wird schnell fester. Nach und nach mildert sich die würzige Intensität und macht Platz für eine rundere und ausgewogenere holzige Palette. Der Rauch, hellgrau und eher dicht, bildet undurchsichtige Schwaden, die der Zigarre eine rebellische und selbstbewusste Note verleihen. Die Asche erweist sich als bröckelig: zwei Zentimeter am Stück zu halten, ist bereits eine kleine Leistung.
Im zweiten Drittel nimmt der Robusto eine interessante Wendung. Die Gewürze ziehen sich langsam zurück und geben den Weg frei für ein neues, sanfteres Aromaprofil, in dem sich Noten von Nüssen abheben. Das Profil wird runder und gewinnt an Geschmeidigkeit, was die Verkostung beruhigter und zugänglicher macht, begleitet von einem Hintergrund aus Kakao.
Bekannt für ihre kraftvollen Mischungen, liefern Pepin und Jaime Garcia hier einen gelungenen Einstieg in ihr Universum. Dieser kleine Robusto hält, was er verspricht, und bietet ein zufriedenstellendes Erlebnis von etwa vierzig Minuten. Die würzige Mischung, bereichert mit Kakaonoten, entführt den Raucher in die fruchtbaren Ländereien Nicaraguas, von wo er seine ganze Kraft und die Tiefe seiner Aromen bezieht.
Pairing
Eine kleine Zigarre, die vor nichts zurückschreckt. Zur Kaffeezeit (eher am frühen Nachmittag als am frühen Morgen) begleitet man sie am besten mit einem doppelten, kräftigen Espresso. Am Ende des Tages passt sie auch hervorragend zu einem torfigen Whisky.

Die Zigarren-Anekdote
Der Tatuaje Black Label wurde zunächst von Pete Johnson für den eigenen Konsum gerollt, bevor er aufgrund der Begeisterung der Liebhaber zu einer regulären Produktion wurde.